Termine

  • Sonntag, 18. März 2018 bis Sonntag, 17. Februar 2019

    Ausstellung »Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen« im Jüdischen Museum Hohenems

    Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen: Während man von Globalisierung und internationaler Gemeinschaft spricht, werden überall in der Welt neue Grenzzäune und Mauern errichtet: um Staaten, besetzte Territorien und exklusive Wohnsiedlungen, zwischen öffentlichem und privatem Raum, Erlaubtem und Unerlaubtem. Manche dieser Grenzen sind durchlässig und andere tödlich, manche sichtbar gezogen und andere durch kulturelle Codes, Sprachtests oder biometrische Verfahren bewehrt. 
    Ausgehend von der biblischen Erzählung von der Flucht der Efraimiten vor den siegreichen Angehörigen des Stammes Gilead und ihrem tödlichen Scheitern an den Ufern des Jordans, lädt das Jüdische Museum Hohenems internationale Künstler dazu ein, Grenzen in aller Welt kritisch zu betrachten – nur einen Steinwurf vom alten Rhein entfernt, an dem sich ab 1938 Flüchtlingsdramen abspielten, deren Gegenwart wir heute an den Rand unseres Bewusstseins drängen. 

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  • Donnerstag und Freitag, 21./22. Februar 2019 in Heidelberg

    6. Workshop der AG Mittelalter am 21./22. Februar 2019 in Heidelberg

    Esrat Nashim – Frauen in der Synagoge - eine Frage der Heiligkeit?
    Die Arbeitsgruppe Mittelalter im Netzwerk Jüdisches Kulturerbe lädt zu ihrem nächsten Workshop am 21./22. Februar 2019 nach Heidelberg ein. Im Fokus steht dieses Mal die Frage nach der Separierung der Frauen im Gottesdienst und den baulichen Folgen seit dem hohen Mittelalter.
    Anmeldung und weitere Informationen: maria.stuerzebecher_at_erfurt.de

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  • Freitag, 22. März 2019, Worms, 19:30 Uhr

    Vortrag Dr. Ursula Reuter: »Und der Totenhof dieser Juden hieß der Heilige Sand«

    Der im frühen 11. Jahrhundert angelegte und bis ins 20. Jahrhundert genutzte Friedhof der »Heiligen Gemeinde Worms« war und ist ein Raum von großer Bedeutung und für Juden ein authentisch und genuin religiöser Ort. Zunächst außerhalb der Stadtmauer gelegen, entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte seine heutige Gestalt. Dabei war die Stätte immer wieder Gefährdungen ausgesetzt, durch Kriege, Baumaßnahmen und Antisemitismus. Die Geschichte des Friedhofs und die Geschichten, die sich um ihn rankten, faszinierten Juden wie Christen, so auch den Märchensammler Ludwig Bechstein. Viele verschiedene, faszinierende Aspekte dieses einzigartigen Ortes sollen in dem Vortrag angesprochen werden.
    Wann: Freitag, 22. März 2019, 19:30 Uhr
    Wo: Luther- und Burchardsaal des Wormser Kultur- und Tagungszentrums, Rathenaustraße, 67547 Worms.
    Eintritt frei.
    Eine Veranstaltung des Altertumsvereins Worms.

  • Donnerstag, 11. April 2019, 18.30 Uhr in Worms

    »Das Wormser Judenprivileg Kaiser Friedrichs I. von 1157 und seine Bedeutung für das jüdische Leben in den SchUM-Städten«

    Vortrag von Dr. Gerold Bönnen, Stadtarchiv/Jüdisches Museum Worms.
    Anfang April 1157 stellte Kaiser Friedrich I. bei einem seiner Besuche und Hoftage in Worms ein bemerkenswertes Privileg für die jüdische Gemeinde Worms aus. In erster Linie wurden umfassende Rechte der Autonomie für die Gemeinde bestätigt und zugleich erweitert. Sein Enkel, Kaiser Friedrich II., übernahm die Wormser Regelungen im Jahre 1236 als für alle Juden im Reich geltende rechtliche Grundlage. Die Wormser Rechte und Pflichten wurden so zum Muster für alle in diesem Mactbereich lebenden Juden erhoben.
    Der Vortrag stellt die komplexe Überlieferung des Textes, seine Interpretation, seine Wirkungen und den Stellenwert der Verfügungen vor dem Hintergrund der königlichen Politik der Staufer gegenüber den Juden vor. Zudem wird gefragt, welche Bedeutung die Rechtssetzungen für die Entwicklung der SchUM-Gemeinden am Rhein gehabt haben könnten.
    Wann: Do, 11.4.2019, 18.30 Uhr
    Wo: Raschi-Haus, Jüdisches Museum, Hintere Judengasse 6, 67547 Worms
    Der Eintritt ist frei, ein kleiner Umtrunk schließt sich an.

  • Januar bis Dezember 2019

    Arain! Jahresprogramm der Alten Synagoge Erfurt 2019

    Arain! Der Erfurter Synagogenabend
    Die Vortragsreihe in der Alten Synagoge bietet rund ums Jahr Vorträge zur jüdischen Geschichte des Mittelalters und zur Erfurter Welterbe-Bewerbung. Veranstaltungsort ist die Alte Synagoge. In der Regel jeden ersten Dienstag im Monat, traditionell um 19:30 Uhr und bei freiem Eintritt.

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  • Dienstag, 17. und Mittwoch, 18. April 2018 in Mainz

    Fachtagung: Kontinuität und Authentizität – Zum Denkmalwert von Wiederaufbauten

    Die internationale Fachtagung im Landesmuseum Mainz steht in engem Zusammenhang mit der UNESCO-Welterbenominierung und hat zum Ziel, die Frage der Authentizität der Monumente im Hinblick auf den Welterbeantrag zu diskutieren. Dabei soll erörtert werden, welche Aspekte von Authentizität in Anbetracht der Objekte, die, wie etwa die Wormser Synagoge, eine sehr wechselvolle und keineswegs zäsurlose Geschichte aufweisen, zum Tragen kommen.
    Interdisziplinäre und internationale Perspektiven hinterfragen und beleuchten, wie Kontinuität trotz Brüche bestehen kann und inwiefern ideelle und materielle Hinterlassenschaften als authentisch begriffen werden können.
    Ziel der Konferenz ist es, die für den Welterbeantrag detailliert darzulegende Authentizität der Erbestätten herauszustellen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu untersuchen.
    Die Tagung wird ausgerichtet von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz in Kooperation mit ICOMOS Deutschland e.V.
    Eine Anmeldung ist zwingend erorderlich. 

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  • Dienstag, 17. April 2018 in Mainz

    Vortrag von Tino Mager (TU Delft): Kontinuität und Brüche – Authentizität im Welterbekontext in Mainz

    Authentizität ist ein entscheidendes Kriterium für die Eintragung von Objekten in die Welterbeliste der UNESCO. Sie soll für die Glaubwürdigkeit der Einblicke in die  Geschichte, die diese Objekte ermöglichen, bürgen. Dabei stellt sich die Schwierigkeit, Authentizität in Bezug auf historische Bauwerke konzeptuell präzise zu erfassen, da sie Veränderungen, Zerstörungen und Kontinuitätsbrüchen unterliegen, die der geläufigen Vorstellung von Authentizität entgegenstehen.  Doch historische Bauwerke sind mehr als materielle Relikte vergangener Zeiten, ihre Authentizität gründet insbesondere auch in ihren soziokulturellen Bedeutungen, was zur Komplexität einer Begriffsbestimmung beiträgt. Der Vortrag bietet eine Einführung in das Thema und setzt sich insbesondere mit der Problematik der Authentizität von Welterbestätten auseinander.
    Veranstaltungsort: Landesmuseum Mainz
    Eintritt frei
    Informationen unter: ttp://gdke-rlp.de/index.php?id=19304&tx_ttnews%5Byear%5D=2018&tx_ttnews%5Bmonth%5D=04&tx_ttnews%5Btt_news%5D=22535&cHash=e1e932588b015086323feae82da0f492

  • Sonntag, 22. April 2018, 17.00 Uhr in Mainz

    Jerusalem Quartet: Musik in der Synagoge

    Eines der besten Streichquartette der Welt erobert seit Jahren von Jerusalem aus die Konzertsäle der fünf Kontinente: das Jerusalem Quartet. Das Programm ist ein klingender Ausflug in die Gefilde der tschechischen Spätromantik und frühen Moderne.
    Jerusalem Quartet: Alexander Pavlovsky, Violine/ Sergei Bresler, Violine/ Ori Kam, Viola/ Kyril Zlotnikov, Violoncello
    Stücke von Leoš Janácek: Quartett Nr. 1: Kreutzersonate; Erwin Schulhoff: Fünf Stücke für Streichquartett; Antonín Dvorák: Quartett Nr. 13 G-Dur, op. 106
    Kartenvorverkauf / Informationen unter: Villa Musica, Auf der Bastei 3, 55131 Mainz, info_at_villamusica.de
    Veranstaltungsort: Neue Synagoge Mainz, Synagogenplatz 1, 55118 Mainz
    Uhrzeit: 17.00 Uhr

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  • Donnerstag, den 17. Mai 2018 in Berlin

    Buchpräsentation und Gespräch zu mittelalterlichen jüdischen Friedhöfen

    Jüdische Friedhöfe im mittelalterlichen Reich: Autorin Susanne Härtel im Gespräch mit Andreas Lehnardt und Dorothea Weltecke. 
    Die jüdischen Friedhöfe des mittelalterlichen römisch-deutschen Reichs hatten über Jahrhunderte hinweg Bestand. Im Gegensatz zur bisherigen Forschung wird in diesem Buch gezeigt, dass die Begräbnisstätten der religiösen Minderheit nicht primär Orte des Konflikts waren. Stattdessen eröffnet sich über sie der Blick in eine multireligiöse Gesellschaft, in der jüdische und christliche Lebensräume zumeist auf selbstverständliche Weise mit- und nebeneinander existierten.
    Veranstalter: Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg
    Ort: Selma Stern Zentrum, Sophienstraße 22a, 10178 Berlin, Raum 1.01.
    Zeit: 18-20 Uhr; Eintritt frei. 

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  • Donnerstag, 31. Mai 2018 in Berlin

    Buchpräsentation Handbuch Jüdische Studien

    Präsentation des Handbuchs jüdische Stduien, herausgegeben von Christina von Baun und Micha Brumlik. 
    Die Jüdischen Studien umfassen alle Gebiete, die für die Erforschung der jüdischen Geschichte, Philosophie und Religion von Bedeutung sind. Jüdische Religion und Kultur haben tiefe Spuren in der deutschen und europäischen Geschichte, Philosophie und Literatur hinterlassen. Auch waren sie beeinflusst vom wechselhaften Verhältnis der jüdischen und christlichen Religionen, das bisweilen ein tolerantes Miteinander ermöglichte, andererseits jedoch zu Verfolgung, Hass und – wie in Deutschland im 20. Jahrhundert – zur Shoah führte. Das Handbuch versucht, entlang einzelner Begriffe wie Ritual, Aufklärung, Diaspora, Sefarad / Aschkenas oder Zionismus sowie verschiedener Forschungsgebiete wie Philosophie, Mystik, Recht oder Ökonomie, Einblicke in die Geschichte des Judentums zu geben. 
    Veranstalter: Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg
    Ort: Selma Stern Zentrum, Sophienstraße 22a, 10178 Berlin, Raum 1.01.
    Zeit: 18-20 Uhr; Eintritt frei. 

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