SchUM-Stätten am Rhein – Jüdisches Erbe für die Welt

Wussten Sie, dass…

SchUM
שו"ם

ein Akronym aus den Anfangsbuchstaben der mittelalterlichen, auf Latein zurückgehenden hebräischen Städtenamen ist?

  • Schin (Sch) = SchPIRA = Speyer
  • Waw (U) = Warmaisa = Worms
  • Mem (M) = Magenza = Mainz

SchUM: mehr als eine Abkürzung und schon gar nicht eine beliebige Zusammenziehung dreier Stadtnamen. SchUM ist ein Begriff – am Rhein und in der Welt. SchUM war die Wiege des aschkenasischen Judentums.

Entdecken Sie mit uns die Kehillot SchUM

Die jüdischen Gemeinden in den mittelrheinischen Städten Speyer, Worms und Mainz formierten im Mittelalter einen Verbund, der die Architektur, Kultur, Religion und Rechtsprechung der mittel- und osteuropäischen jüdischen Diaspora zutiefst und bis heute prägte. Steinerne Zeugnisse – Synagogen, Friedhöfe und Ritualbäder – belegen gemeinsam mit der religiösen Überlieferung die immense Bedeutung der SchUM-Städte.

Imagefilme zu den SchUM-Stätten

Sie sehen im Folgenden unseren Teaser mit wunderschönen Bildern sowie die 3-minütige Version.
Die Langversion in deutsch finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=udwn_OV4MJw und eine englisch untertitelte Fassung unter: https://www.youtube.com/watch?v=67F9Y18dgEo

Future for Religious Heritage in Europe

Ein Jahr vor der Antragstellung: Die SchUM -Stätten auf dem Weg zum Weltkulturerbe

Der SWR hat am Abend des 15. Januar 2019 einen kurzen, wunderbar komponierten Beitrag zum Status Quo der Antragstellung gedreht. Sehen Sie ihn hier über die Mediathek des SWR

Terra X: Eine ZDF Dokumentation mit Christopher Clarke zur Geschichte der Juden

In der ZDF-Dokumentation aus der Reihe Terra X mit Chriustopher Clarke zur Geschichte der Juden werden die SchUM-Gemeinden ausführlich und mehrfach erwähnt.

Mitglied werden im SchUM-Städte e.V.

Die SchUM-Städte: Über eine fördernde Mitgliedschaft können Sanierungsmaßnahmen an den Monumenten, die Erarbeitung pädagogischer und musealer Angebote, Filmvorführungen, Publikationen und weitere Veranstaltungen unterstützt werden. Fördernde Mitglieder werden über Strategien und Konzepte im Rahmen der UNESCO-Bewerbung informiert und zu Mitgliederversammlungen eingeladen.

Stimmen für SchUM: Engagement und Empathie

» Unsere Mitgliederwerbung trägt Früchte. Die Personen und Persönlichkeiten, die sich im SchUM-Städte e.V. engagieren, eint, dass sie erleben möchten, wie aus dem jüdischen Erbe am Rhein UNESCO-Welterbe wird.«
(Oberbürgermeister Michael Kissel, Vorsitzender des SchUM-Städte e.V. bis 07/2019)

»Wenn man wie ich in Worms aufgewachsen ist, mit Blick auf Dom und Jüdischen Friedhof, und sich als Kind auch zwischen diesen beiden Polen – vielleicht noch ergänzt durch das Lutherdenkmal fünf Gehminuten weiter – aufgehalten und gespielt hat, kann man gar nicht anders als eine Beziehung zu dieser christlich-jüdischen Vergangenheit zu entwickeln. Immer wieder betrachtete ich als Kind staunend die kleinen Steine auf den verwitterten, schief und krumm aus der Erde stakenden Grabsteine im Jüdischen Friedhof und versuchte mir vorzustellen, wie Worms wohl vor tausend Jahren aussah, als dieser Friedhof - der älteste in Europa - und der romanische Dom entstanden. Nun lebe ich schon seit fast 20 Jahren wieder in einer Stadt mit christlich-jüdischer Vergangenheit, in Mainz, der zweiten der drei SchUM-Städte. Grund genug für mich, dazu beizutragen, dass dieses besondere Erbe bewahrt, gepflegt und mit Leben erfüllt wird.«
(Petra Gerster, Redakteurin des ZDF)

»Man fühlt in den SchUM-Städten noch stets den rabbinischen genius loci. Ein Ausflug dorthin gibt mir immer Inspiration. Es ist mir darum ein Anliegen, mit meiner Mitgliedschaft das Erbe der SchUM-Städte zu fördern.«
(Rabbinerin Dr. Elisa Klapheck, Frankfurt am Main)

»In bald 1000 Jahren jüdischer Geschichte sind in den Städten Speyer, Worms und Mainz Monumente entstanden, die auch heute noch von der Bedeutung des jüdischen Lebens über die Grenzen unserer Region hinaus berichten. Um dieses Andenken zu bewahren, unterstützen wir den Verein SchUM-Städte Speyer, Worms, Mainz e.V. bei der Bewerbung dieses bedeutenden Kulturguts um den Titel UNESCO-Welterbe.«
(Thorsten Mühl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz)

»Viele Jahrhunderte lang bildeten die jüdischen Gemeinden der Rheinstädte Speyer, Worms und Mainz eine eng verzahnte Einheit, die sich mit den Anfangsbuchstaben der hebräischen Städtenamen SchUM nannte. Bedeutende Gelehrte entwickelten hier theologische, philosophische und politische Gedanken, die häufig von den Gemeinden in Beschlüsse umgesetzt wurden. Die prägende geistige Kraft von SchUM für das deutsche Judentum kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Trotz der Zerstörungen durch die Nationalsozialisten zwischen 1933 und 1945 sind in Speyer, Worms und Mainz noch immer bedeutsame sichtbare Zeugen der jüdischen Geschichte erhalten geblieben: Synagogen, Ritualbäder und eine Fülle jüdischer Grabsteine auf den Friedhöfen. Damit diese Schätze in ihrem Wert erkannt und auch in der Zukunft gepflegt werden, ist ihre Aufnahme in das Weltkulturerbe so wichtig. Nur so können sie den sicht- und greifbaren Hintergrund bilden zu dem literarischen Erbe in Liturgie, Predigt, Dichtung und Lebensordnung aus SchUM.«
(Prof. Dr. Dr. Otto Böcher, Worms)

Aktuelles

  • Jüdische Feiertage und Gedenktage 2019/20

    Hier finden Sie als Download die Daten der jüdischen Feiertage und Gedenktage 2019/20. 

    Downloads

  • Bleiben Sie neugierig auf SchUM!

    Countdown für den Antrag der SchUM-Stätten

    Ende Januar 2020 wird der Antrag der SchUM-Stätten auf Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe in Paris eingereicht. Der SchUM-Städte e.V. wird sich in den kommenden Wochen und Monaten den letzten wichtigen Arbeiten am Managementplan widmen.
    Das wiederum bedeutet: wir werden 2019 weniger Veranstaltungen anbieten.
    Dies bedeutet aber nicht, dass wir nichts Neues schaffen. Vielmehr laufen im Hintergrund Projekte, die für die öffentliche Vermittlung und eine nachhaltige sowie schonende und sensible Vermittlung der jüdischen Orte gedacht sind. 
    Lassen Sie sich überraschen, schauen Sie ab und an auf unsere Website und lesen Sie die von uns versendeten Pressemitteilungen und den Newsletter. 
    Ein erster Hinweis: Den Friedhof Heiliger Sand und die Mikwe in Worms werden Sie im Laufe des Jahres 2019 ganz neu erleben können. Auch Einzelaspekte von SchUM - von Baustilen bis zur Wirkung von SchUM - werden pädagogisch neu dargeboten. Geben Sie uns noch ein wenig Zeit. 

    Bilder

  • Dienstag, 26. Februar, 19.30 Uhr, Speyer

    Schritt für Schritt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz – ein Jahr vor der Antragstellung

    Im Rahmen der für 2020 in Vorbereitung befindlichen Landesausstellung »Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht« werden auch die einstigen jüdischen SchUM-Gemeinden präsentiert.
    Außerdem läuft der Countdown für die Abgabe des Antrags zu den SchUM-Stätten an die UNESCO! In einer Übersicht durch Beteiligte des koordinierenden und wissenschaftlichen Projektteams wird der UNESCO-Welterbeantrag zu den SchUM-Stätten vorgestellt - ein Jahr vor Antragseinreichung.
    Wann: Dienstag, 26. Februar 2019, 19:30 Uhr
    Wo: Archäologisches Schaufenster Speyer, Gilgenstr. 13, 67346 Speyer
    Eintritt frei

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  • Donnerstag und Freitag, 21./22. Februar 2019 in Heidelberg

    6. Workshop der AG Mittelalter am 21./22. Februar 2019 in Heidelberg

    Esrat Nashim – Frauen in der Synagoge - eine Frage der Heiligkeit?
    Die Arbeitsgruppe Mittelalter im Netzwerk Jüdisches Kulturerbe lädt zu ihrem nächsten Workshop am 21./22. Februar 2019 nach Heidelberg ein. Im Fokus steht dieses Mal die Frage nach der Separierung der Frauen im Gottesdienst und den baulichen Folgen seit dem hohen Mittelalter.
    Anmeldung und weitere Informationen: maria.stuerzebecher@erfurt.de

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  • Freitag, 22. März 2019, Worms, 19:30 Uhr

    Vortrag Dr. Ursula Reuter: »Und der Totenhof dieser Juden hieß der Heilige Sand«

    Der im frühen 11. Jahrhundert angelegte und bis ins 20. Jahrhundert genutzte Friedhof der »Heiligen Gemeinde Worms« war und ist ein Raum von großer Bedeutung und für Juden ein authentisch und genuin religiöser Ort. Zunächst außerhalb der Stadtmauer gelegen, entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte seine heutige Gestalt. Dabei war die Stätte immer wieder Gefährdungen ausgesetzt, durch Kriege, Baumaßnahmen und Antisemitismus. Die Geschichte des Friedhofs und die Geschichten, die sich um ihn rankten, faszinierten Juden wie Christen, so auch den Märchensammler Ludwig Bechstein. Viele verschiedene, faszinierende Aspekte dieses einzigartigen Ortes sollen in dem Vortrag angesprochen werden.
    Wann: Freitag, 22. März 2019, 19:30 Uhr
    Wo: Luther- und Burchardsaal des Wormser Kultur- und Tagungszentrums, Rathenaustraße, 67547 Worms.
    Eintritt frei. 
    Eine Veranstaltung des Altertumsvereins Worms. 

  • Tagung zu Rollen und Rollenbildern christlicher und jüdischer Frauen in den Städten entlang des Rheins im Mittelalter

    Call for Papers: Konferenz zu Rollen und Rollenbildern von Frauen in den Städten entlang des Rheins im Mittelalter, Mainz, November 2019

    Für eine Tagung der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz im Rahmen der Bewerbung der SchUM-Stätten als UNESCO-Weltkulturerbe findet am 4. und 5. November 2019 eine Tagung statt. 
    Weitere Informationen finden Sie weiter unten im Call for Papers als Download. 
    Deadline für die Zusendung eines Abstracts ist der 31. März 2019.
    For a conference organized by the Directorate General for Cultural Heritage Rhineland-Palatinate in the context of the application of the ShUM-sites as UNESCO World Heritage, a conference will be held on 4 and 5 November 2019. Further information can be found below in the call for papers as a download. Deadline for sending an abstract is March 31, 2019.

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  • Donnerstag, 11. April 2019, 18.30 Uhr in Worms

    »Das Wormser Judenprivileg Kaiser Friedrichs I. von 1157 und seine Bedeutung für das jüdische Leben in den SchUM-Städten«

    Vortrag von Dr. Gerold Bönnen, Stadtarchiv/Jüdisches Museum Worms.
    Anfang April 1157 stellte Kaiser Friedrich I. bei einem seiner Besuche und Hoftage in Worms ein bemerkenswertes Privileg für die jüdische Gemeinde Worms aus. In erster Linie wurden umfassende Rechte der Autonomie für die Gemeinde bestätigt und zugleich erweitert. Sein Enkel, Kaiser Friedrich II., übernahm die Wormser Regelungen im Jahre 1236 als für alle Juden im Reich geltende rechtliche Grundlage. Die Wormser Rechte und Pflichten wurden so zum Muster für alle in diesem Mactbereich lebenden Juden erhoben.
    Der Vortrag stellt die komplexe Überlieferung des Textes, seine Interpretation, seine Wirkungen und den Stellenwert der Verfügungen vor dem Hintergrund der königlichen Politik der Staufer gegenüber den Juden vor. Zudem wird gefragt, welche Bedeutung die Rechtssetzungen für die Entwicklung der SchUM-Gemeinden am Rhein gehabt haben könnten.
    Wann: Do, 11.4.2019, 18.30 Uhr
    Wo: Raschi-Haus, Jüdisches Museum, Hintere Judengasse 6, 67547 Worms
    Der Eintritt ist frei, ein kleiner Umtrunk schließt sich an.

  • Januar bis Dezember 2019

    Arain! Jahresprogramm der Alten Synagoge Erfurt 2019

    Arain! Der Erfurter Synagogenabend
    Die Vortragsreihe in der Alten Synagoge bietet rund ums Jahr Vorträge zur jüdischen Geschichte des Mittelalters und zur Erfurter Welterbe-Bewerbung. Veranstaltungsort ist die Alte Synagoge. In der Regel jeden ersten Dienstag im Monat, traditionell um 19:30 Uhr und bei freiem Eintritt.

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