Termine

  • Purim

    Purim Sameach

    Purim

    Im Frühjahr (am 14. Adar) wird, nach einem Fasttag, Purim gefeiert. Das Buch Esther berichtet, wie in Persien der höchste Minister, Haman, König Ahasveros davon überzeugen wollte, die Juden im persischen Reich zu töten. Sie seien weder loyal noch ihre Riten mit denen der Mehrheit vereinbar. Esther, der jüdischen Ehefrau des Königs, gelang es durch geschickte Diplomatie und ihre zarten Bande zum König, die Juden vor diesem Massenmord zu retten. Im 13. Jahrhundert wurde verfügt: „In dieser Nacht mögen alle Geschöpfe trunken werden.“ Menschen verkleiden sich. Purim ist Party, Parade, Posse und Feier des Lebens. Purimspiele haben über Jahrhunderte hinweg die Purim-Geschichte aufgegriffen und aktuelle Bezüge hergestellt. So auch nach 1945, als das Überleben als Sieg über den (bislang) letzten Haman, Hitler und Nazi-Deutschland, gefeiert wurde.
    Backen Sie doch mal Hamantaschen!
    Zutaten für 24 Stück
    Teig
    2 Tassen Mehl, 2 Eier, 75 gr Tasse Zucker, 110 gr Butter, 1 EL Orangensaft, ½ TL Vanille, 1 TL Backpulver, Prise Salz, ½ TL Orangenschale
    Füllung
    225 g vorbereitete Mohnfüllung oder
    225 g dickes Pflaumenmus oder
    225 g Erdbeer- oder Aprikosenmarmelade
    Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und durchkneten. Je nach Konsistenz des Teigs bei Bedarf noch Saft oder Mehl zugeben. Eine Kugel formen und in vier Teile teilen. Dünn ausrollen und mit einem Glas o.ä. Kreise ausstechen. In die Mitte jedes Kreises Füllung geben. Nun ein Dreieck falten: Die Ecken der Kreise zur Mitte einfalten, sodass die typische Dreiecksform der Hamantaschen entsteht. Ecken gut zusammendrücken, sodass sie nicht während des Backens aufgehen.
    Backofen auf 175°C vorheizen. Vor dem Backen den Teig mit geschlagenem Ei bepinseln. Die Hamantaschen etwa 20 Minuten backen.

  • Wir drücken die Daumen!

    Der UNESCO-Antrag der SchUM-Stätten ist eingereicht

    Antragsunterzeichnung 13 1 2020

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterzeichnete am 13. Januar 2020 in der Neuen Synagoge in Mainz den Welterbe-Antrag »SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz«. MPin Dreyer unterstrich: »Rheinland-Pfalz hat eine außergewöhnlich reiche jüdische Geschichte. Mit unserem Antrag wollen wir die umfassende Bedeutung unseres jüdischen Erbes herausstellen und damit das Bewusstsein für die deutsch-jüdische Geschichte wachhalten.«
    Stefanie Seiler, Oberbürgermeisterin von Speyer und Vorsitzende des SchUM-Städte e.V.: »SchUM war Wiege, Zentrum und Blütezeit des europäischen Judentums. Dieses einzigartige kulturelle Erbe gilt es zu bewahren, weshalb es mich besonders freut, dass wir die Bewerbung um den Status als UNESCO-Weltkulturerbe nun gemeinsam auf die Zielgerade führen können. Eine Aufnahme der SchUM-Stätten in diese Liste wäre - insbesondere in Zeiten des wachsenden Antisemitismus weltweit - ein bedeutendes Zeichen, das in seiner Wirkung kaum überschätzt werden kann.«
    Anna Kischner, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Mainz: »Ich wünsche mir sehr, dass die Touristinnen und Touristen nicht nur zu den SchUM-Städten reisen, um alte, jüdische Steine zu fotografieren, sondern dass diese Steine ihnen etwas sagen werden, das sie in ihren Herzen mitnehmen können.«
    Ein engagiertes Team unter der Leitung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur umfasste Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Universitäten, die Generaldirektion Kulturelles Erbe, den Verein SchUM-Städte e.V., die Städte Speyer, Worms und Mainz und die Jüdische Gemeinde Mainz. Zusammen erarbeiteten sie seit 2016 den Welterbe-Antrag. Im Nominierungsdossier wird insbesondere der außergewöhnliche universelle Wert der Stätten dargelegt und in einer umfassenden Vergleichsanalyse die Einzigartigkeit von SchUM erläutert. Der Managementplan zeigt auf, wie auch in Zukunft der Schutz der Stätten sichergestellt und das Wissen über ihre Bedeutung gesteigert werden. Mit dem Druck des rund 1000-seitigen Antrags und der Unterschrift von MPin Malu Dreyer war der formelle Weg beschritten. Am 23. Januar 2020 wurde der Antrag in Paris bei der UNESCO eingereicht. Eine erste Entscheidung über den Antrag könnte im Juni/Juli 2021 auf der jährlich stattfindenden Sitzung des UNESCO-Komitees erfolgen.
    Nominierungsdossier, Managementplan und ein Anhangsband sind nun online einsehbar und stehen auch als Download bereit.

    Bilder

    • Antragsunterzeichnung SchUM Stätten 13 1 2020
    • Team Welterbeantrag SchUM
  • Echo aus der Vergangenheit

    Der Heilige Sand, 1966

    Michael Sill lebt in den USA. Zwischen 1964 bis 1967 war er als Angehöriger der amerikanischen Streitkräfte in Heidelberg stationiert. In diesen Jahren reiste er kreuz und quer durch all jene Länder, die nicht zum damaligen sowjetischen Machtbereich gehörten. Eines Tages, im Jahr 1966, fuhren er und seine damalige Freundin, Janet, nach Worms. Sie besuchten gemeinsam den jüdischen Friedhof »Heiliger Sand«. Beide waren überwältigt von diesem einmaligen, aber seinerzeit noch eher vergessenen Ort. Sill: »Es war ein einsamer Ort, als seien alle Menschen abwesend und als sei er in einen Dornröschenschlaf versetzt worden.« Schwarz-weiß Fotos berichten von diesem Besuch. Michael Sill kehrte in die USA zurück und studierte Geschichte an der Universität von Washington. Im Frühjahr 2020 renovierte er sein Haus und fand dabei die beiden Fotos. Im April 2020 schrieb er an den SchUM-Städte e.V. und schickte die Bilder als Anlage zur E-Mail gleich mit. Diese Bilder von 1966 berichten von einer Zeit, als die Einweihung der nach der Shoah wiedergewonnenen Synagoge bereits fünf Jahre zurücklag. 1966 lebten nur wenige Juden in Worms. Die jüdischen Stätten aber waren Reiseziel von Touristen, ob Nichtjuden oder Juden. Zudem waren viele seinerzeit in der Bundesrepublik stationierte US-Soldaten interessiert an der Geschichte dieser alten Stadt, bestaunten somit auch die alten jüdischen Monumente.
    Michael Sill: »Ich habe Studenten aus den USA auch in die Gedenkstätte Dachau begleitet. Ich bin kein Jude, aber als ich den Friedhof in Worms sah, und er wirkte so verlassen, habe ich viel darüber nachgedacht und wollte wissen, weshalb es keine jüdische Gemeinde mehr gab.«
    Heute gibt es wieder eine Anzahl Juden in Worms, sie sind Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Mainz.

    Bilder

    • Worms Heiliger Sand 1966
    • Worms Heiliger Sand 1966
  • Holocaust Remembrance Day

    Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, 27. Januar 2020

    Tag Holocaust Erinnerung

    Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein gesetzlich verankerter Gedenktag. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die verbliebenen Menschen im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Die Vereinten Nationen haben den 27. Januar 2005 zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust ernannt. 2020 steht das Gedenken unter dem Motto: 75 Jahre nach Auschwitz - Bildung über den Holocaust und Erinnern an weltweite Gerechtigkeit. Der SchUM-Städte e.V. erinnert an die Opfer der Shoah in Speyer, Worms und Mainz. Mit den angebotenen Bildungsmaterialien und einem ab dem 24. Januar auf unserer website und über YouTube frei zugänglichen Kurzfilm zur Wormser Synagoge erinnert der SchUM-Städte e.V. auch an die Vielfalt des jüdischen Lebens in SchUM, an die dunklen und hellen Zeiten. https://www.un.org/en/holocaustremembrance/2020/calendar2020.shtml; https://schumstaedte.de/bildung/; https://www.yadvashem.org/yv/de/remembrance/international/index.asp; https://www.landtag.rlp.de/fileadmin/Landtag/Medien/Termine_Uebersichten_Flyer/2019/2019_12_19_27._Januar_2020.pdf

  • Vorträge und Perspektiven

    Schritt für Schritt zum UNESCO-Weltkulturerbe: Veranstaltung in Speyer, 4. Februar 2020

    Der Antrag auf Anerkennung der SchUM-Stätten als UNESCO-Weltkulturerbe liegt vor! Am 23. Januar 2020 ist er in Paris bei der UNESCO eingetroffen.
    Nach Mainz und Worms wird nun auch die Speyerer Öffentlichkeit informiert.

    • Einzigartige Zeugnisse einer kulturellen Tradition - Die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz und ihr außergewöhnlicher universeller Wert: Projektteam SchUM
    • Unersetzliches Erbe für die gesamte Menschheit – Perspektiven für den Schutz und Erhalt und die Vermittlung der nominierten SchUM-Stätten: Projektteam SchUM

    Wann: Dienstag, 4. Februar 2020, 18:30 Uhr
    Wo? Stadtratssitzungssaal, Maximilianstraße 100, 67346 Speyer
    Es begrüßt Sie Oberbürgermeisterin Seiler, die seit 11/2019 auch Vorsitzende des SchUM-Städte e.V. ist.

    Eintritt frei

    Bilder

    • Kippot
  • Gespräche und ein Film zur Geschichte der Wormser Synagoge

    Die Geschichte der Wormser Synagoge - Veranstaltung, Worms, 23.1.2020

    Worms Synagogenhof

    Der SchUM-Städte e.V. freut sich sehr, das mit Unterstützung der Stiftung „Gut.für die Region“ der Sparkasse Worms-Alzey-Ried letzte nun fertiggestellte Projekt der Öffentlichkeit zu präsentieren - einen Kurzfilm zur Synagoge in Worms. Der Film wird ab dem 24.1.2020 auf der Website und dem You Tube Kanal des SchUM-Städte e.V. zu sehen sein.
    Wir würden uns freuen, Sie am 23.1.2020 um 19 Uhr im Tagungszentrum „Wormser“ im Liebfrauensaal begrüßen zu können.
    Details entnehmen Sie bitte der Einladung weiter unten als Download.

    Flankiert wird diese kleine „Premiere“ durch eine historische Einführung von Dr. Gerold Bönnen (Leiter Raschi-Haus und Jüdisches Museum Worms) sowie einem Gespräch mit dem Filmemacher Norbert Kaiser.

    Downloads

  • App Jüdisches Worms zum Download

    App Jüdisches Worms

    Flyer App Juedisches Worms Bild

    In einem Kooperationsprojekt der Hochschule Worms und des SchUM-Städte Speyer, Worms, Mainz e.V. ist eine Storytelling-App entstanden, um die einzigartigen jüdischen Monumente der SchUM-Gemeinde Worms mobil erkunden zu können. Besucher können den jüdischen Friedhof „Heiliger Sand“ und die Mikwe in Worms mit Hilfe spannender digitaler Geschichten erleben. Ob Wormser oder Touristen, ein neuer Blick auf die einzigartigen jüdischen Räume ist garantiert. Hinzu kommen Feautures wie Points of Interest oder praktische Informationen. App Download

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  • Neuer Vorstand des SchUM-Städte e.V.

    Vorstandswahlen im SchUM-Städte e.V.

    Speyerer Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler als Vorsitzende des SchUM-Städte e.V. gewählt
    In einer wichtigen Phase der UNESCO-Welterbe-Bewerbung der SchUM-Stätten hat die Speyerer Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler den Vorsitz des Vereins der SchUM-Städte übernommen. Sie wurde zu Beginn dieser Woche in Worms einstimmig zur neuen Vorsitzenden des „SchUM-Städte Speyer, Worms, Mainz e.V.“ gewählt. Ebenfalls einstimmig wurden Anna Kischner, Vorstand der Jüdischen Gemeinde Mainz, und der Wormser Oberbürgermeister Adolf Kessel zu ihren Stellvertretern gewählt. Michael Ebling, Oberbürgermeister von Mainz, bleibt Schatzmeister des Vereins.

  • Jobangebot

    Eine Stelle im SchUM-Städte e.V.

    Für den 1.1.2020 suchen wir Unterstützung im SchUM-Städte e.V.!
    Stellenanzeige und Stellenbeschreibung als PDF hinterlegt.

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