Termine

  • Fachtagung zur Mikwe in Worms

    Auf dem Weg zu einem Konservierungskonzept für die Mikwe in Worms, Worms, 11. Dezember 2019

    Im Wormser Synagogenbezirk ist eine mittelalterliche Mikwe – ein jüdisches Ritualbad – erhalten. Eine Inschrift datiert die Erbauung auf 1185/86. Sie wurde im Mittelalter und in der Neuzeit mehrfach beschädigt und instandgesetzt. Seit November 2016 ist sie für Besucher gesperrt.
    Im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Forschungsprojektes war es möglich, sich unter Einbeziehung verschiedenster Fachdisziplinen mit Methoden zur Konservierung der Putze und Sandsteine sowie zur Minderung der Schadfaktoren zu befassen. Zeitgleich wurden Methoden und Materialien zur statisch-konstruktiven Sicherung des Bauwerks entwickelt und erprobt. Die Tagungsvorträge widmen sich den Einzelthemen der verschiedenen Disziplinen. Aus Ihnen leiten sich wichtige Hinweise ab für die statisch-konstruktive Stabilisierung des Mauerwerks, für die restauratorische Sicherung von Putz und Stein sowie für die künftige präventive Konservierung. Nur auf dieser Basis kann eine Konzeption für die langjährige Erhaltung der Wormser Mikwe entwickelt werden.
    Tagungsort ist Das WORMSER
    Die Teilnahmegebühr beträgt 90,00 Euro
    Für die Mitglieder des IFS und für die Mitarbeiter/innen der Denkmalfachbehörden Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen ist die Veranstaltung kostenfrei. Bitte melden Sie sich trotzdem rechtzeitig an. Die Teilnehmerzahl ist limitiert.
    Bitte schicken Sie Ihre Anmeldung bis zum 2.12.2019 an das Institut für Steinkonservierung e. V.
    per Fax: +49 6131 2016-555
    per E-Mail: info_at_ifs-mainz.de

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  • Rollen, Rollenbilder und die soziale Stellung von Frauen in den mittelalterlichen Städten am Rhein: Interdisziplinäre Perspektiven

    Konferenz zu Frauen in den mittelalterlichen Städten entlang des Rheins, Mainz, 4. und 5. November 2019

    Für das Jahr 2020 plant die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) eine große Landesausstellung zu den Kaisern des Heiligen Römischen Reiches im Wirkverbund mit den Säulen ihrer Macht. Sie steht unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer. Über fünf Jahrhunderte prägten die Herrscherhäuser der Karolinger und Ottonen, der Salier und der Staufer die Geschicke halb Europas. Im Spannungsfeld zwischen mächtigen Erzbischöfen und erstarkenden Reichsfürsten entwickelte sich ein einzigartiges Machtgefüge. Die zentrale Kernlandschaft dieser ereignisreichen Entwicklungen bildete der Raum am Rhein mit einer herausragenden Bedeutung der Städte Mainz, Worms und Speyer. Die jüdischen Gemeinden spielten bei diesem Prozess eine wichtige Rolle. In Mainz, Worms und Speyer entwickelten sich in ganz Europa hoch angesehene Talmudschulen. Als SchUM-Gemeinden wurden sie im aschkenasischen Judentum zur höchsten Autorität in religiös-kultischen und rechtlichen Fragen und galten über Jahrhunderte hinweg mit ihren jüdischen Zentren als Wiege der Gelehrsamkeit.
    Die Konferenz ist ein Beitrag im Vorfeld der Ausstellung - und im Rahmen der UNESCO-Bewerbung der SchUM-Stätten.

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  • Ausstellung Wein und Judentum des SchUM-Städte e.V. in Kitzingen

    Ausstellung Wein und Judentum des SchUM-Städte e.V. in Kitzingen, 5. bis 26. September 2019

    Was unterscheidet koscheren von nichtkoscherem Wein? Was steht in Thora und Talmud, dem Hohelied und den Psalmen zu Wein?
    Wie gestaltet sich der Segen über den Wein anlässlich jüdischer Feiertage oder am Schabbat? Die Ausstellung des SchUM-Städte e.V. widmet sich diesen und weiteren Fragen zum Thema Wein und Judentum.
    Bereits im Hohelied heißt es: »Er hat ins Haus des Weins mich gebracht …« Judentum und Wein gründen auf einer jahrtausendalten Beziehung. Die einstigen SchUM-Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz liegen mitten in großen Weinanbaugebieten und so ist die Verbindung zum Thema augenfällig.
    Kitzingen am Main verdankt ihren wirtschaftlichen Aufschwung ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht zuletzt den 100 – christlichen und jüdischen- Weinhändlern. Und so wird die Wanderausstellung des SchUM-Städte e.V. in Kitzingen ergänzt durch die Dokumentation »Kitzingen – die Stadt der 100 Weinhändler« des Fördervereins ehemalige Synagoge Kitzingen.
    Eröffnung: Donnerstag, 5. September 2019 um 19 Uhr, Alte Synagoge Kitzingen
    5. bis 26. September 2019, Alte Synagoge Kitzingen, Landwehrstraße 1, 97318 Kitzingen, täglich 10 – 17 Uhr, Eintritt frei

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  • Yiddish Summer Weimar, Juli und August 2019

    Yiddish Summer Weimar

    Im Jahr 2019 liegen die Anfänge der Weimarer Republik 100 Jahre zurück. Diese Epoche ist durch einen fast unvorstellbaren Ausbruch kreativer Energie überall in Europa gekennzeichnet. Daher wird das Thema des Yiddish Summer Weimar 2019 »The Weimar Republic of Yiddishland« lauten – eine Begegnung zwischen der Weimarer Republik und der politisch virtuellen, aber kulturell sehr realen Republik Yiddishland.
    YSW 2019: 12. Juli bis 17. August 2019.
    FESTIVALWOCHE: 27. Juli bis 3. August 2019, mit einer Weltpremiere jeden Abend!

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  • Welterbetag 2019 - Welterbe verbindet Menschen

    Welterbetag 2019

    Am 2. Juni 2019 präsentieren sich die 44 deutschen Welterbestätten von ihrer schönsten Seite: Beim bundesweiten Welterbetag locken Ausstellungen, Führungen und museumspädagogische Angebote vom Trier bis Berlin, vom Wattenmeer bis zum Bodensee. Was 2005 auf Initiative der Deutschen UNESCO-Kommission und des Vereins UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V. begann, hat sich fest etabliert und wird in ganz Deutschland mit vielen Aktionen gefeiert. Ort der zentralen Eröffnung ist 2019 die Welterbestadt Quedlinburg. Seit 25 Jahren trägt die Stadt den Titel UNESCO Welterbe.
    Einen Überblick über die vielfältigen Veranstaltungen in den einzelnen Welterbestätten finden Sie unter dem angegebenen Link.
    SchUM soll auch Welterbe werden! Die SchUM-Stätten würden sich freuen, 2022 mitzufeieren - sollte die Anerkennung als Welterbe 2021 erfolgen. Drücken Sie uns die Daumen!

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  • Kulturnacht in Speyer

    Speyrer Kulturnacht, 14. Juni 2019

    Am 14. Juni 2019 bieten 32 Kultureinrichtungen der Dom- und Kaiserstadt Speyer zu ungewöhnlicher Zeit – von 19.00 bis 1.00 Uhr am nächsten Morgen – die Möglichkeit, die großartige Vielfalt der Kunst- und Kulturstadt Speyer zu erleben und zu genießen. Nicht nur die großen Museen, sondern auch die zahlreichen kleinen Galerien, Museen sowie viele Sehenswürdigkeiten und kulturell geprägte Einrichtungen öffnen ihre Türen für die kulturellen Nachtschwärmer.
    Das Museum SchPIRA und der Judenhof werden mit Führungen und Musik das einzigartige Ensemble des jüdischen Mittelalters iin Szene setzen.
    Programmhefte und Eintrittsbändchen sind ab Mitte Mai in der Tourist-Information Speyer, Maximilianstraße 13, erhältlich.

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  • Wormser Kulturnacht

    Wormser Kulturnacht, 29. Juni 2019

    Besuchen Sie Orte, die sonst nie zu sehen sind.Sie so noch nicht erlebt haben. Entdecken Sie die Stadt, wie Sie sie noch nicht kennen. Erleben Sie Kunst- und Kulturgenuss vom Feinsten.
    Am Samstag, 29. Juni 2019 lockt die Wormser Innenstadt zur zwölften Kulturnacht wieder mit Konzerten, Lesungen, Ausstellungen und vielem mehr. Von 18 Uhr abends bis 1 Uhr morgens finden lokale Akteure und Kulturschaffende an den unterschiedlichsten Orten zusammen und laden zum Entdecken, Genießen und Mitmachen ein.
    Und was zeigt SchUM? Das Jüdische Museum im Raschi-Haus bleibt in der Kulturnacht bis 20 Uhr geöffnet. In Zusammenarbeit mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe werden Kurzführungen im und um das Raschi-Haus und im Synagogenbezirk angeboten. Im Vortragsraum werden Erläuterungen zur jüngeren Geschichte der jüdischen Stätten in Worms und zur Bewerbung der SchUM-Stätten für das UNESCO-Weltkulturerbe gegeben.

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  • Hermann Simon Ringvorlesung

    Vortragsreihe Hermann Simon zum 70. Geburtstag, 9. April bis 2. Juli 2019 in Berlin

    Hermann Simon, der an der Humboldt-Universität als Student und Promovend seinen wissenschaftlichen Weg begonnen hat, war seit Etablierung der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum deren Gründungsdirektor. Erst 2016 kam es zum Wechsel an der Spitze dieser einzigartigen Einrichtung. Simon initiierte, kuratierte und leitete eine Vielzahl von Ausstellungen zu verschiedensten Themen jüdischer Geschichte in Berlin, veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Forschungen und formte die Neue Synagoge Berlin zu einem der bedeutendsten Orte jüdischen Gedächtnisses in Deutschland. Anlässlich seines 70. Geburtstages wird Hermann Simons Lebensleistung auf dem Gebiet der Erforschung und Präsentation jüdischer Lebenswelten mit einer Vorlesungsreihe gewürdigt.
    Mazal Tov und bis 120!

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  • 200 Jahre Wissenschaft des Judentums

    »Grauzonen«: Tagung zu 200 Jahre Wissenschaft des Judentums, 16. bis 19. Juni 2019, Heidelberg

    Die Wissenschaft des Judentums begeht im Jahr 2019 ihr 200jähriges Bestehen als Disziplin.
    Der Weg von einer Berliner Versammlung junger jüdischer Intellektueller im Herbst 1819 über die Wissenschaft des Judentums bis zu den heutigen Jüdischen Studien wird, trotz des Bruchs der Jahre 1933-1945, gerne als Erfolgsgeschichte gelesen. Doch unvollendete Ansätze, nicht beantwortete Fragen, abgebrochene Karrieren und vergessene Leistungen, aber auch eine Vielzahl ungelöster Probleme im Verhältnis anderer Disziplinen zu den Jüdischen Studien und zum Judentum bleiben dabei ausgeblendet.
    Die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, die im Jahr 2019 zugleich ihr 40jähriges Bestehen begeht, nimmt diese Grauzonen in den Blick und lädt zusammen mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und dem Verband der Judaisten in Deutschland vom 16. bis 19. Juni 2019 zur Konferenz nach Heidelberg ein.

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  • Sonntag, 27. Januar 2019

    Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

    Sechs Millionen Juden aus Europa sind von Nazi-Deutschland und Helfern in ganz Europa verfolgt, verraten, ausgeliefert und ermordet worden. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Bereits im Juli 1944 hatte die Rote Armee das Vernichtungslager Majdanek erreicht – und lediglich 1000 Menschen vorgefunden.
    Die Juden, die in Speyer, Worms und Mainz gelebt hatten und stolz auf ihre jahrhundertealte Tradition zurückblickten, waren, wie andernorts auch, ausgegrenzt, ins Exil gejagt oder deportiert und ermordet worden.
    Die einstigen SchUM-Gemeinden waren 1945 ausgelöscht, neue Gemeinden entstanden später oder beruhten auf einigen wenigen Rückkehrern und Überlebenden aus Displaced-Persons Camps.
    Die Überlebenden der Shoah erkämpften sich ihren Weg zurück ins Leben, wurden mit der totalen Zerstörung der einstigen Lebenswelten konfrontiert, waren in vielen Dörfern und Städten als Rückkehrer nicht willkommen, hatten oftmals keine Angehörigen oder Freunde mehr.
    Für die drei Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz wird hier stellvertretend an drei Kinder erinnert:
    Am 12. November 1936 erblickte Eveline Blüm in Speyer das Licht der Welt. Sie wohnte mit ihren Eltern, Viktor und Elise, in Mannheim und wurde von dort am 22. Oktober 1940 in das Internierungslager Gurs deportiert. Bereits am 19. November 1940 starb sie dort. Über ihre Eltern finden sich keine weiteren Spuren.
    In Worms sind in der Judengasse 27 mehrere Stolpersteine eingelassen. Sie erinnern an Hillel Weis und seine Familie. Sein Vater war Martin Weis, geboren 1906, seine Mutter hieß Emilie, sie war eine geborene Keller (*1905). Hillel wurde am 28. November 1939 geboren. Zusammen mit seinen Eltern wurde der Dreijährige am 25. März 1942 über Darmstadt nach Piaski-Lublin deportiert und im Vernichtungslager Belzec ermordet.
    Ellen Berta Marxsohn, am 12. März 1929 in Mainz geboren, lebte mit ihren Eltern in der Kaiserstraße 62. Die Familie floh nach Südfrankreich, wo Vichy-Beamte 1942 die Familie an die Gestapo auslieferten. Nach einer Internierung in Les Milles kamen sie am 3. September im Sammellager Drancy an. Von dort wurden die Marxsohns am 7. September 1942 nach Auschwitz verschleppt. Es befanden sich 1000 Menschen in dem Zug, vor allem Juden ohne französische Staatsangehörigkeit. 100 von ihnen waren Kinder. Es gab nur 34 Überlebende aus diesem Zug. Ellen Berta überlebte nicht.

    Informationen zu den Ermordeten finden sich u.a. unter:
    https://speyermemo.hypotheses.org/files/2014/06/Liste_Juden.pdf
    http://www.wormserjuden.de/
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Worms
    https://www.mainz.de/medien/internet/downloads/Liste_verlegte_Stolpersteine_Verlegedatum.pdf
    Geschichten der Menschen sind zu rekonstruieren über Akten aus den Stadtarchiven, den Dokumenten aus dem International Tracing Service, Yad Vashems und des United States Holocaust Memorial Museums.

    Bilder

    • Memorial Candle